15. Januar 2009
SVP TG sagt Ja zur Personenfreizügigkeit
An der Delegiertenversammlung vom 14. Januar in Wängi hat die SVP Thurgau die Parolen für die Abstimmungen vom 8. Februar 2009 gefasst. Die Weiterführung und Ausdehnung der bilateralen Verträge und der Personenfreizügigkeit mit der EU wurde mit 123 zu 44 Stimmen klar gutgeheissen. Pro-Referent Nationalrat Peter Spuhler betonte, dass das Ziel 'Verhinderung des EU-Beitritts' nur mit einem klaren Ja zu den bilateralen Verträgen möglich ist. Nachverhandlungen bergen das Risiko, dass über Dossiers wie die Steuerautonomie oder das Bankkundengeheimnis verhandelt werden müsste. Er bezweifelt, dass mit Neuverhandlungen bessere Resultate erreicht werden. Die aktuelle Vorlage hat noch Bundesrat Christoph Blocher ausgehandelt. Ohne Bilaterale Verträge wird der Druck der Wirtschaft, EU-Beitrittsverhandlungen aufzunehmen, steigen. Denn die Vorteile für die Wirtschaft sind offensichtlich: verlässliche Rahmenbedingungen mit unserem wichtigsten Handelspartner, der EU. Aengste der Gegner vor Kriminalität oder höheren Belastungen für die Sozialwerke sind unbegründet, können EU-Bürger doch bereits heute visumsfrei in die Schweiz einreisen. Die angesprochenen Probleme muss die Schweiz selbst lösen. So ist eine Bekämpfung der Kriminalität und des Missbrauchs bei den Sozialwerken für die SVP TG zentral. Dafür wird sich die SVP auch weiterhin stark einsetzen.
Die Gegner der Vorlage, vertreten durch Nationalrat J. Alexander Baumann wiesen auf die ungenügenden Erfahrungen mit den bilateralen Verträgen während einer Rezession hin. Ausserdem wird befürchtet, dass Kriminalität und Sozialmissbrauch steigen wird. Wegen des enormen Wohlstandsgefälles würden viele der 28 Millionen Rumänen und Bulgaren «nach den Honigtöpfen in der Schweiz streben», so Baumann. Nach einem Nein in der Volksabstimmung müsse das "undemokratische Päckli" aufgeschnürt werden. Die bilateralen Verträge sieht der SVP-Nationalrat nicht in Gefahr.
Die kantonale Abstimmung zur Verfassungsänderung bezüglich passivem Wahlrecht wurde von Kantonsrat Christoph Tobler vorgestellt. Die Delegierten der SVP Thurgau haben anschliessend ohne Diskussion einstimmig die Ja-Parole beschlossen.
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Wenn sich die Partei von Herr Spuhler und den Bauern eine Meinung aufzwingen lässt, dann gute Nacht.
Ich muss Richard Wehrli recht geben, die SVP Thurgau ist nicht mehr wählbar und sollte sich der BDP anschliessen!
Auch für mich ist Einstellung von Herrn Spuhler sehr enttäuschend. Mit dieser Einstellung denken Herrn Spuhler wie auch viele andere grosse Unternehmer, lediglich nur an Ihre Firma bzw. nachfolgende Geschäfte und auf keinen Fall an das Wohl der Schweiz bzw. an das Wohl der Arbeitsnehmer. Auch schenken die Medien, den Befürwortern (meist Unternehmer), übermässig viel Interesse, durch welche eine einseitige Beeinflussung entsteht. Auch sollten die Folgen eines "Ja Entscheids" länger als nur ein bis zwei Jahre in die Zukunft betrachtet werden. Auch verstehe ich nicht, wie ein Parlament ein solches undemokratisches Paket, welches mehrere Abstimmungsfragen beinhaltet, dem Volk vorlegen kann. Das Problem beim dieser Abstimmung sind nicht die bisher gehabten bilateralen Verträge, sondern die neu geschaffene Situation der erweiterten EU. Die Weiterführung der bilateralen Verträge würde auch die Ausweitung der Personenfreizügigkeit zur Folge haben, welches wiederum vor allem für die Arbeitnehmer im Arbeitsmarkt unangenehme Folgen hätte. Darum ist die beste Entscheidung an dieser Abstimmung ein „ Nein“ zu Stimmen und anschliessend die bilateralen Verträge neu ohne eine Ausweitung der Personenfreizügigkeit auszuhandeln.
BDP anschlissen und
eine neue SVP Gründen
Herr Spuhler sollte besser zur BDP oder SP Wechslen für mich ist die SVP in Zukunft nicht mehr glaubwürdig und wälbar
.siehe web-Page:
www.steuerverschwendung.info
-Urs Martin
-Hermann Lei
-J.Alexander Baumann
und noch einige mehr
NEIN stimmen am 8.Februar
Für unsere Zukunft
Nein am 8. Februar.
Genau: Im Jahr 2011 anlässlich der nächsten Parlamentswahlen die richtigen Leute endlich von der Thurgauer SVP-Liste weg zu streichen.
Unsere Bundesverfassung sieht vor, dass die Kantone eigenständig d. h. souverän sind, soweit sie die Bundesverfassung nicht explizit einschränkt. Dass soll auch in Körperschaften wie unseren politischen „Parteien“ gelten.
Gratulieren will ich nicht der SVP des Kantons Thurgau zu Ihrem Entscheid bezüglich der Abstimmung über die Personenfreizügigkeit. Es gibt ein dafür und ein dagegen. Was mich aber freut ist die Tatsache, dass da Menschen Verantwortung übernehmen und geradestehen zu unserem System. Bravo liebe Thurgauer, kuschen bringt nichts und davonlaufen auch nichts. Grösse beweist Ihr; Leute wie Schmid, Gasche, Haller , Widmer oder Grunder die davonlaufen haben wir genug. Wir brauchen Menschen mit Rückgrat die die SVP weiterbringen und sich wagen gegen Zürich aufzustehen. Ich hoffe, dass diese vorgelebte Eigenständigkeit der Thurgauer SVP Schule macht.
Liebi Grüess us em Bärnbiet!
Ich kenne einige Bulgaren und Rumänen, die besser Deutsch schreiben als die meisten hier.
Die meisten Befürworter der beiden Abkommen zur Weiterführung mit der EU-25 und Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf Rumänien und Bulgarien stören sich offensichtlich nicht daran, dass unser Parlament mit der Zusammenfassung dieser beiden Fragen die direkte Demokratie untergräbt, um das Stimmvolk im Sinne der Brüsseler Bürokraten zu einem JA zu nötigen.
Dabei hört man doch inzwischen verschiedene Stimmen aus der EU selber, die zumindest hinter vorgehaltener Hand zugeben, dass der Vollbeitritt von Rumänien und Bulgarien wohl verfrüht war.
Schön wäre, wir könnten unseren Behörden und der Verwaltung trauen. Leider haben die aber keine Haftpflichtversicherung die bezahlt, falls die Übung in die Hose geht. Im Gegenteil: Probleme mit Einwanderern sichern das weitere Wachstum des Staatsapparates.
Deshalb muss der Stimmbürger über solche Fragen getrennt abstimmen können! Darum ein NEIN am 8. Februar - selbst wenn man selber von günstigen Arbeitern aus Rumänien oder Bulgarien profitieren könnte.
Betrifft:
Wieso eigentlich machen die Nein-Sager hier im Blog derart viele Rechtschreibefehler?
Es gibt noch etwas intresanteres festzustellen, als die paar Fehler: Wieso ist (fast) der ganze Blog voll Neinsager ??
Die Delegierten sollten doch eher die Meinung der Basis vertreten...
Oder: wie wurden eigentlich die "Delegierten" auf die Reise nach Wängi geschickt? Mit einem Auftrag der Mitglieder oder einfach so...
Meine Meinung: bei einer derart wichtigen Abstimmung sollten alle Parteimitglieder vorher befragt werden, eindeutige Resultate wären dann die Parole der Partei.
Nun, die Thurgauer werden die Konsequenzen zu ziehen wissen im Herbst 2011. Sie wissen jetzt, wen sie besser gleich aus der Wahlliste der SVP streichen. Immerhin herrscht Klarheit, obwohl man nach der Spaltung ja doch hätte annehmen können, dass solche "SVP"ler schon zur BDP übergelaufen sind.
Also Thurgauer: Wahltag ist Zahltag. Konsequenzen ziehen 2011!
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