19.02.2016  |    Hinterlasse ein Kommentar

SVP Thurgau für produzierende Landwirtschaft

Bild: SVP-Kantonsrat Ruedi Zbinden, SVP-Vizepräsidentin Mägi Streckeisen, SVP-Kantonsrat Daniel Vetterli und SVP-Kantonsrat Moritz Tanner (v.n.l.n.r.) 

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Anlässlich einer Medienkonferenz hat die SVP Thurgau ein neues Positionspapier zur Landwirtschaftspolitik vorgestellt. Nur ein gesunder Bauernstand kann aus einheimischer Produktion qualitativ hochstehende Erzeugnisse herstellen. Dazu braucht es keine planwirtschaftlichen Einschränkungen, sondern unternehmerische Freiräume für unsere Bäuerinnen und Bauern.

Auf dem Hof von Margrit und Jörg Streckeisen in Andhausen/Berg hat die SVP Thurgau das Positionspapier „Landwirtschaft – Für eine nachhaltige, produzierende Landwirtschaft!“ vorgestellt. SVP-Kantonalpräsident und Kantonsrat Ruedi Zbinden betonte die grosse Bedeutung der Landwirtschaft. In keinem anderen Kanton der Schweiz sei die Produktionsvielfalt so gross wie im Thurgau. Positionspapiere seien für die SVP wichtig für die Arbeit im Grossen Rat und für das Kommunizieren der politischen Positionen. Die SVP stehe zur Landwirtschaft Die Bürgerinnen und Bürger hätten ein Anrecht zu wissen, was die Partei über den politischen Weg einzufordern versuche. Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema bringe ans Tageslicht, was die bäuerliche Bevölkerung bewege und wo die Sorgen lägen.

Bedenkliches Streptomycin-Verbot
SVP-Kantonsrat Moritz Tanner erläutert den Einsatz von Streptomycin im Obstbau. Die Kontrollen seien immer sehr restriktiv gewesen. Der Entscheid des Bundesamtes für Landwirtschaft, den Einsatz zu verbieten, könnte ein regelrechtes Chaos auslösen und ist zum heutigen Zeitpunkt unverständlich. Würde wieder ein feuchtwarmer Frühling eintreffen, könnte sich das Feuerbrandbakterium rasant vermehren. Dadurch würde die Situation für die Obstbauern und den Kanton Thurgau sehr schwierig werden. Für den Kanton auch deshalb, weil er für einen Teil der Schäden aufkommen muss.

Wirtschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft gross
Die SVP präsentiert ein 10-Punkte-Programm, das die Meinung der SVP Thurgau zur Landwirtschaft widerspiegelt. Für die Planung der Zukunft für die Bauernfamilien sei es wichtig zu wissen, in welche Richtung die Politik geht. Die SVP Thurgau ist die Partei, welche klar zur produzierenden Landwirtschaft steht. „Wir wollen eine produzierende Landwirtschaft und keine Ballenberg-Landwirtschaft“, sagte Tanner. Weitere Forderungen betreffen den Schutz der einheimischen Landwirtschaft vor Billigimporten und gute Rahmenbedingungen für die vor- und nachgelagerten Betriebe. Die Landwirtschaft hat für den Thurgau eine grosse wirtschaftliche Bedeutung, es hängen rund 8000 Arbeitsplätze davon ab. Zudem sind noch rund 4000 Arbeitsplätze der vor- und nachgelagerten Betriebe betroffen. Die Sicherung des landwirtschaftlichen Einkommens und weniger Agrarbürokratie sind weitere Forderungen der SVP.

Thurgauer Nahrungsmittel sind spitze
SVP-Kantonsrat Daniel Vetterli erläuterte weitere Punkte des Positionspapiers. „Der Thurgau spielt in der höchsten Liga, was die landwirtschaftlichen Produkte betrifft“, so Vetterli. Beispielsweise müsse die Unterstützung der Vermarktung via AgroMarketing Thurgau beibehalten werden, denn dieser Spitzenplatz sei kein Selbstläufer. Was den Gewässer- und Hochwasserschutz anbelangt, appellierte Vetterli zum Masshalten. Der haushälterische Umgang mit dem Boden müsse ebenfalls berücksichtigt werden, denn der Boden sei unsere Lebensgrundlage und Grundlage für die Produktion von hochwertigem Essen. Was Vetterli beschäftigt ist die Globalisierung, was Tiere und Pflanzen betrifft. So seien bisher keine geeigneten Mittel vorhanden, um Gefahren wie die Kirschessigfliege oder das Erdmandelgras zu bekämpfen. Weiter sprach Vetterli die wichtige Investition in den landwirtschaftlichen Nachwuchs an. Die SVP fordert gute Rahmenbedingungen für Lehrbetriebe und unterstützt zeitgemässe Berufsausbildungen und Weiterbildungen am BBZ Arenenberg.

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