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Vorstoss

Einfache Anfrage „Fehlentwicklungen beim Heizungsersatz vermeiden“

In den Medien wird täglich von einer bevorstehenden Energiekrise berichtet und auf einen möglichen Engpass von verfügbarem Gas, Heizöl und Strom hingewiesen. Zusammen mit den steigenden Energiepreisen fühlen sich so viele Hauseigentümer motiviert, ihre Heizungen durch Alternativen zu ersetzen. In der Regel werden dabei bestehende Öl- oder Gasheizungen mit Luft-Wärmepumpen, aber auch anderen Einzelheizungen ersetzt. Dies ist angesichts der Krise aufgrund des Ukrainekrieges und dem Preisanstieg bei den fossilen Energieträgern nicht weiter verwunderlich.

Allerdings beinhaltet diese Entwicklung auch Gefahren, welche einem nachhaltigen und effizienten Umbau der Wärmeversorgung unseres Gebäudeparks widersprechen. Es ist problematisch, wenn in Gebieten, welche eine hohe Energiedichte aufweisen, vermehrt einzelne Gebäude autonom mit neu installierten Wärmepumpen oder Einzelheizungen beheizt werden. Dadurch sinkt die Energiedichte und somit der Anreiz für die Erstellung von wirkungsvolleren Wärmeverbünden.

Dies ist in verschiedener Hinsicht problematisch. Einerseits sinkt die Effizienz als Ganzes, andererseits stellt die oft sehr einseitige Umstellung auf Wärmepumpen eine erhebliche Gefahr für die Stabilität unserer Stromversorgung bei Kälteperioden dar und macht uns, wenn überhaupt möglich, von Stromimporten abhängig. Es besteht also die Gefahr, dass wir uns direkt in eine neue Abhängigkeit begeben.

Aus diesen Gründen bitte ich den Regierungsrat folgende Fragen zu beantworten:

  1. Ist sich der Regierungsrat über die oben genannten Probleme bewusst?
  2. Wenn ja, wie gedenkt er dieser Entwicklung entgegenzuwirken und sind schon Massnahmen vorgesehen?
  3. Kann sich der Regierungsrat vorstellen, die Absprache betreffend Heizungsersatz mit den Gemeinden zu intensivieren und eine aktivere Förderung von Wärmeverbünden zu verfolgen?
  4. Derzeit werden Wärmepumpen unabhängig von ihrem Standort stark gefördert. Kann sich der Regierungsrat vorstellen, diese Förderung möglichen Energieplanungen der Gemeinden anzupassen und nur noch dort Beiträge zu sprechen, wo keine Wärmeverbünde vorgesehen sind?
  5. Sieht der Regierungsrat Möglichkeiten, dass in den Gemeinden vermehrt Energienutzungszonen errichtet werden? Was kann er dazu beitragen?
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über den Autor
Paul Koch
SVP Kantonsrat (TG)
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SVP Kanton Thurgau, Sekretariat, Schupfenzelgstrasse 12, 8253 Diessenhofen
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