SVP Thurgau sagt Ja zur Neutralitätsinitiative und Nein zur Ernährungsinitiative
An ihrer Delegiertenversammlung in Aadorf hat die SVP Thurgau die Parolen für die eidgenössischen Volksabstimmungen vom 27. September 2026 gefasst. Die Delegierten bekannten sich dabei klar zur Schweizer Neutralität und erteilten der realitätsfremden Ernährungsinitiative eine Absage.

SVP-Ständerat Jakob Stark legte vor den Delegierten eindrücklich dar, weshalb die Neutralitätsinitiative gerade in der heutigen Zeit entscheidend ist. Die Schweizer Neutralität sei ein zentraler Erfolgsfaktor für den Frieden und schütze das Land vor Verwicklungen in Kriege. Da die aktuelle Neutralitätspolitik zu unklar gelebt werde und international für Irritationen sorge, brauche es einen festen Anker in der Bundesverfassung. Die Initiative gebe dem Bundesrat wieder klare Leitplanken nach dem Motto: «Neutralität stärken – Frieden und Unabhängigkeit sichern.» Trotz der Einwände von Contra-Referent Marc Rüdisüli (Die Mitte) fassten die Delegierten mit 154 zu 1 Stimme deutlich die Ja-Parole.
Klare Absage an praxisfremde Ernährungsinitiative
Chancenlos blieb hingegen die Ernährungsinitiative, welche von den Delegierten einstimmig abgelehnt wurde. SVP-Kantonsrätin Eveline Bachmann zeigte auf, dass eine Umsetzung innert zehn Jahren völlig unrealistisch ist. Die Initiative würde den Einkaufstourismus anheizen, ohne dem Tierwohl tatsächlich zu dienen, und enorme Kosten für Steuerzahler sowie Konsumenten verursachen. Auch die Argumente von Pro-Referent David Jacobsen vom Initiativkomitee konnten die Versammlung nicht umstimmen.
