Volksabstimmungen 14. Juni: SVP Thurgau empfiehlt 3x JA
An ihrer Delegiertenversammlung in Hüttlingen hat die SVP Thurgau einstimmig die Ja-Parolen zur Nachhaltigkeitsinitiative und zur Änderung des Zivildienstgesetzes gefasst. Der Kantonalvorstand hat die Ja-Parole zur Anpassung der kantonalen Finanzkompetenzen beschlossen. Damit setzt die SVP ein deutliches Zeichen für eine kontrollierte Zuwanderung, eine starke Landesverteidigung und eine effiziente kantonale Verwaltung.

Die Thurgauer SVP-Delegierten trafen sich in Hüttlingen, um über die eidgenössischen Vorlagen vom 14. Juni 2026 zu befinden. Die Stimmung war eindeutig: In beiden nationalen Vorlagen folgten die Anwesenden 111 Delegierte ohne Gegenstimme den Pro-Referenten.
Ja zur Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» (Nachhaltigkeitsinitiative)
Die Delegierten sprachen sich einstimmig für die Initiative aus. Für die SVP Thurgau ist klar, dass die masslose Zuwanderung die Lebensqualität und die Sicherheit in unserem Land gefährdet. Nationalrat Manuel Strupler konnte mit Zahlen und Fakten die Delegierten davon überzeugen, dass die aktuelle Zuwanderung zu hoch ist und zu viele negative Auswirkungen hat. Die Infrastruktur sei am Limit. «Schulen, Spitäler und der öffentliche Verkehr sind überlastet. Nur durch eine Reduktion der Zuwanderung kann der Kollaps verhindert werden», so Strupler.
Ja zur Änderung des Zivildienstgesetzes (ZDG)
Ebenfalls einstimmig wurde die Ja-Parole zur Revision des Zivildienstgesetzes gefasst. Die SVP sieht darin einen notwendigen Schritt, um die personelle Beständigkeit der Schweizer Armee zu garantieren. Pro-Referent Marco Bortoluzzi, Präsident der Jungen SVP Thurgau, erläuterte die Fehlanreize, welche das aktuelle System bietet. «Der Trend, aus dem Militärdienst in den Zivildienst zu wechseln, schwächt unsere Verteidigungsfähigkeit», betont Bortoluzzi. Der Kontra-Referent Simon Ambord (Junge Grüne) konnte mit seinen Argumenten die Delegierten nicht überzeugen.
Ja zur Anpassung der kantonalen Finanzkompetenzen
Der Kantonalvorstand hat die Ja-Parole zur kantonalen Vorlage (Änderung der Kantonsverfassung) gefasst. Ziel ist es, die Finanzkompetenzen für den Regierungsrat und den Grossen Rat nach Jahren der Teuerung wieder auf ein realistisches Niveau zu heben. Die Anpassung stammt aus einem SVP-Vorstoss und sorgt für eine zeitgemässe Kompetenzordnung, ohne die demokratische Kontrolle bei grösseren Ausgaben zu gefährden.
