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Bericht aus dem Grossen Rat: Auf Frühfranzösisch verzichten

Die Motion „Französisch erst auf der Sekundarstufe“ welche durch die beiden SVP-Kantonsräte Urs Schrepfer und Hanspeter Gantenbein mit eingereicht wurde, gab zu langen und heftigen Diskussionen Anlass.

Mit Unterstützung der SVP-Fraktion wurde die Änderung der Interkantonalen Vereinbarung über die Anerkennung von Ausbildungs-Abschlüssen genehmigt.

Die Motion „Französisch erst auf der Sekundarstufe“ welche durch die beiden SVP-Kantonsräte Urs Schrepfer und Hanspeter Gantenbein mit eingereicht wurde, gab zu langen und heftigen Diskussionen Anlass. Überraschenderweise unterstützten neben der SVP-Fraktion auch die Lehrerschaften aus dem linken Lager das Anliegen. Schlussendlich wurde die Motion mit 71 Ja gegen 49 Nein-Stimmen für erheblich erklärt. Damit erhält die Regierung den Auftrag, eine entsprechende Botschaft vorzulegen und aufzuzeigen, wie das Anliegen umgesetzt werden kann.

Keine Chance hatte die Motion Neuorganisation der Schlichtungsbehörden. Sie wurde mit 7 Ja gegen 104 Nein-Stimmen verworfen.

David Zimmermann, SVP war Mitmotionär für zwei Anliegen, welche die Kompetenzen der Denkmalpflege zurücknehmen sollen. Die Leistungsmotion zur Einschränkung der Inventararbeit bei der Denkmalpflege wurde mit 80 Ja gegen 40 Nein-Stimmen überwiesen. Die Motion Hinweisinventare ohne Verbindlichkeit wurde ebenfalls gegen den Willen der Regierung und mit Unterstützung der SVP-Fraktion mit 73 Ja gegen 39 Nein-Stimmen überwiesen. Die Regierung wird nun einen Vorschlag machen, wie die Überschneidungen beim Hinweisinventar und dem Schutzplan entflechtet werden können.

Stephan Tobler
Fraktionspräsident

Ein Kommentar zu “Bericht aus dem Grossen Rat: Auf Frühfranzösisch verzichten”
  1. W. Hebeisen sagt:

    Ich kann die SVP Thurgau nicht verstehen, wenn sie sich gegen Frühfranzösisch entscheidet! Englisch sollen also unsere Schweizer Kinder lernen, so früh wie nur möglich! Später können dann ja die Welschen und die Deutschschweizer miteinander Englisch „diskutieren“… So wie im aktuellen Werbefilmchen von Aldi im Schweizer Fernsehen, wo ein Gemüsebauer seine Produkte verkauft und im Hintergrund ein Englisch gesungenes Liedlein ertönt, wo wir u.a. freudig vernehmen: I just want to be OK.
    Die SVP steht doch für eine eigenständige Schweiz! Sehen Sie denn nicht, dass mit all diesen Angriffen auf unsere Nationalsprachen die Anhänger der Globalisierung hämisch lachen? Unsere Schüler sollen Englisch lernen, aber nicht auf Kosten einer Nationalsprache. Das Gejammer über die Überforderung unserer Primarschüler ist ideologisch manipuliert – meine Frau und ich waren im Lehrerberuf, unsere Söhne wuchsen zweisprachig auf, unsere Enkelkinder geniessen es auch schon, wenn man ihnen eine hübsche Geschichte in Deutsch oder Französisch vorliest. Die Schweiz kann und soll sich den „Luxus“ der Mehrsprachigkeit leisten – das ist eine echte, kulturelle Bereicherung! Dem diktatorischen Gehabe aus Übersee, das uns in vielen Bereichen unter Druck setzt (von dämlichen TV-Serien bis hin zu FATCA), sollten wir endlich selbstbewusster entgegentreten! Frühenglisch gehört bestimmt nicht dazu.
    Dr. W. Hebeisen, Villars-sur-Glâne

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